31 Jul 2026

Leasys zur Zukunft elektrischer Carsharing-Flotten beim MILES-Jubiläum

Christian Doden, Head of Direct & Corporate Sales bei Leasys Deutschland, spricht beim 10-jährigen Jubiläum von MILES Mobility aus Leasing-Perspektive über Finanzierung, Restwerte und Wirtschaftlichkeit von E-Fahrzeugen im Carsharing.

Leasys zur Zukunft elektrischer Carsharing-Flotten beim MILES-Jubiläum

Rüsselsheim/Berlin, 31. Juli 2026 – Beim 10-jährigen Jubiläum von MILES Mobility in Berlin hat Christian Doden, Head of Direct & Corporate Sales bei Leasys Deutschland, an einer Paneldiskussion zur Zukunft elektrischer Carsharing-Flotten teilgenommen. Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen rund um die Wirtschaftlichkeit von E-Mobilität im Carsharing. Denn der Carsharing-Markt entwickelt sich. Laut der jährlich veröffentlichten Carsharing-Statistik des Bundesverbands CarSharing (bcs) waren Anfang 2026 rund 43.000 Carsharing-Fahrzeuge in Deutschland im Einsatz. Besonders im stationsbasierten Carsharing schreitet die Elektrifizierung voran: Bereits mehr als jedes fünfte Fahrzeug fährt batterieelektrisch. Mit dem wachsenden Anteil elektrischer Fahrzeuge rücken Fragen rund um Finanzierung, Restwertentwicklung und langfristige Wirtschaftlichkeit zunehmend in den Fokus.

Vor diesem Hintergrund diskutierte Doden gemeinsam mit Vertretern von MILES Mobility und smart Europe über die Zukunft elektrischer Carsharing-Flotten. Im Fokus standen dabei nicht nur Fahrzeugverfügbarkeit und Ladeinfrastruktur, sondern vor allem die wirtschaftlichen Grundlagen für den Betrieb und die Finanzierung von E-Fahrzeugen im Sharing-Segment – einschließlich der Rolle von Leasing als zentralem Instrument für Flottenanbieter.

„E-Mobilität im Carsharing steht nicht mehr am Anfang – sie ist aber wirtschaftlich noch kein Selbstläufer“, sagt Christian Doden. „Damit elektrische Sharing-Flotten skalieren können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, stabile Kalkulationsgrundlagen und Finanzierungsmodelle, die den tatsächlichen Einsatz der Fahrzeuge realistisch abbilden.“

Für Leasing- und Mobilitätsanbieter zählt dabei insbesondere die Frage der Restwertentwicklung zu den zentralen Herausforderungen. Preisbewegungen im Markt, technologische Weiterentwicklungen, veränderte Förderbedingungen und schwankende Nachfrage nach gebrauchten E-Fahrzeugen erschweren die langfristige Kalkulation. Gleichzeitig benötigen Carsharing-Anbieter planbare Kostenstrukturen, um E-Fahrzeuge wirtschaftlich in ihre Flotten integrieren zu können.

„Als Leasinggesellschaft müssen wir Risiken verantwortungsvoll bewerten. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, gemeinsam mit Herstellern und Mobilitätsanbietern Modelle zu entwickeln, die den Markthochlauf elektrischer Flotten unterstützen“, so Doden. „Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit zwischen OEMs, Carsharing-Anbietern und Finanzierungspartnern.“

Auch alternative Finanzierungsmodelle können künftig eine Rolle spielen. Nutzungsbasierte Ansätze wie Pay-per-Use bieten grundsätzlich Potenzial, sind in der Praxis jedoch anspruchsvoll umzusetzen. Ihre Wirtschaftlichkeit hängt stark von Faktoren wie Auslastung, Laufleistung, Datenverfügbarkeit, Restwertentwicklung und einer fairen Risikoverteilung zwischen Betreiber und Finanzierungspartner ab. Aus Sicht von Leasys bleibt daher entscheidend, dass solche Modelle nicht nur theoretisch zur Nutzung passen, sondern auch langfristig für alle Beteiligten wirtschaftlich tragfähig sind.

Mit der fortschreitenden Elektrifizierung des Carsharing-Marktes gewinnen belastbare Finanzierungsmodelle und eine verlässliche Restwertkalkulation weiter an Bedeutung. Mit der Teilnahme an der Paneldiskussion bringt Leasys diese Perspektive aktiv in die Diskussion um die Zukunft nachhaltiger Mobilität ein und unterstreicht seine Rolle als Mobilitäts- und Finanzierungspartner für gewerbliche Flotten, neue Mobilitätskonzepte und die Transformation hin zu elektrifizierten Fahrzeugbeständen.